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Smart Home Systeme – Die Zukunft

Stummschalte Knopf eines Amazon Alexa

Intelligente Sprachassistenten sind längst überall in unserem Leben zu finden. Die Hersteller wie Amazon, Google oder Apple gehen raffiniert beim Marketing vor. So werden Smart Home Systeme so günstig angeboten, das kaum einer daran vorbei kommt. Spitzenreiter ist Amazon mit seiner Echo Reihe, die sich mit dem Aktivierungswort Alexa, Computer oder anders aktivieren lässt. Die Geräte und Utensilien werden bezuschusst, damit die Technik günstig an den Endkunden kommt. Das lohnt. Denn mit dem Sprachassistenten wird der Nutzer an eine Plattform gebunden. Egal ob bei Amazon oder Google. Apple liegt momentan noch abgeschlagen ganz hinten.

Natürlich ist die Nutzung, der komfortable Einsatz der Smart Home Systeme nicht von der Hand zu weisen. Mit unserer Stimme können wir die Hochleistungsmikrofone, die auf kleinste Laute reagieren, steuern. Das Sicherheitsbehörden bereits direkt oder indirekt einen festen Zugang haben (Stichwort digitale Durchsuchung, Überwachung …), interessiert die Nutzer weniger. Wissenswertes zu Smart Home Systemen gibt es meistens nur zu den Themen wie Nutzung, Installation und Erweiterung, nicht aber zu den eigentlichen Gefahren.

Welche Gefahren gibt es?

Die intelligenten Sprachassistenten sind (noch) nicht sicher. Selbst Versicherungsgesellschaften  warnen vor Amazon, Google und Co. Besonders dann, wenn digitale Türsicherungen bestehen. Diese seien vor allem eine Einladung für Hacker. Tatsächlich spezialisieren sich eben jene Kriminelle immer mehr auf das digitale Fach.

Der Hack der Smart Home Systeme erscheint einfach. Die großen Hersteller befassen sich damit ungerne und verweigern dazu Auskünfte. Tatsächlich ließe sich aber mit einfachsten Methoden das Smart Home System überwachen. Es wäre problemlos möglich, einen festen Tagesablauf der Bewohner zu erstellen und in ihr Privatleben vorzudringen. Möglich macht das die enorme Vielfalt beim Einsatz. Licht, Heizung, Fernseher, Telefon, Kaffeemaschine, Steckdosen, Computer und andere Sachen lassen sich mit den Assistenten einfach per Stimme und per App steuern. Ein Echo-System kann also praktisch mit allen Details im Haushalt verbunden werden. Auch mit der Tür und dem Alarmsystem.  Für digitale Einbrecher eine willkommene Einladung.

Leuchtring wird ausgeschaltet

Schon 2016 gelang das. Ebenso in weiteren Versuchen. Die Echo-Reihe von Amazon zeigt mit einem Leuchtring an, das die Mikrofone aktiviert wurden, also aufzeichnen. Doch dieser Leuchtring lässt sich genauso leicht abschalten, wie bei den Webcams. Während aber die meisten Nutzer, die Linse ihrer Webcams abgedeckt haben, ist das bei einem Echo-System natürlich nicht möglich. Es gibt zwar eine Funktion, die Mikrofone ganz abzuschalten. Ein Knopfdruck am Gerät selbst dient dazu. Doch auch diese Funktion könnte in den Einstellungen schnell geändert werden.

Viele Schwachstellen

Bei den Geräten ist es neben anderen Schwachpunkten, die mangelhafte Authentifizierung. Jeder Mensch kann mit dem Sprachassistenten kommunizieren. Bei Echo reicht einfach das Aktivierungswort. Hier fehlt immer noch die Nutzung eins frei definierbaren Rufwortes. Das gleiche gilt bei Google.

Eine Stimmanalyse soll die Zukunft sein, doch bis dahin dürften noch viele Jahre vergehen. Es gab sogar schon Vorfälle, in denen ein Einbrecher durch ein offenes Fenster rief:“ Alexa, öffne die Eingangstür.“ Drin war er.

Die Systeme werden zwar als intelligent bezeichnet, sie sind es aber noch nicht. Im Gegensatz dazu haben Kriminelle eine durchaus reale Intelligenz, wodurch die Geräte zum leichten Einstieg in eine fremde Wohnung oder ein fremdes Leben werden.