Ingenieur360

Ingenieure verdienen mehr

ingenieur-nachwuchssorgen Die jährlich erstellte Vergütungsstudie der VDI nachrichten zeichnet ein positives Bild der Ingenieursvergütung. Insgesamt stiegen die Gehälter für Ingenieure in den ersten acht Monaten dieses Jahres um immerhin 1,4% auf ein durchschnittliches Jahresgehalt von 60.600 Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Allerdings bestehen nach wie vor erhebliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Branchen. Die großen Gewinner waren im vergangenen Jahr die Ingenieure in der Chemie- und Pharmaindustrie. Obgleich sie bereits seit Jahren die Gehaltstabellen anführen, konnten sie einen erneuten Lohnzuwachs von 10,2% auf 77.500 Euro verzeichnen. Ebenfalls deutlich zugelegt haben die Gehälter der Ingenieure in der IT-Branche. Mit zusätzlichen 8,4% und einem Jahresgehalt von 65.200 Euro nähern sie sich allmählich den Kollegen der Chemie- und Pharmaindustrie an.

Die Automobilindustrie sowie der Maschinen- und Anlagenbau verzeichneten hingegen keine großen Gehaltsveränderungen. Mit 1,6% und 1,3% Lohnanpassung liegen sie ganz klar im Durchschnitt.
Die Elektroindustrie liegt mit 2,7% nur knapp darüber.

Das Nachsehen hatten im vergangenen Jahr allerdings Ingenieure der Baubranche, sie mussten als einzige Ingenieurssparte ein Minus von 4,6% verkraften und kommen damit nur noch auf ein Jahresgehalt von 49.800 Euro. Bisher konnten sich Bauingenieure zumindest auf ein Jahresgehalt jenseits von 50.000 Euro verlassen. Somit setzt die Baubranche ihren negativen Gehaltstrend unvermindert fort und entwickelt sich zu einem immer unattraktiveren Betätigungsbereich für angehende Ingenieure.