Ingenieur360

Voraussetzungen für ein Ingenieurstudium

Grafik auf Tafel

Willst du die Welt in der wir leben mitgestalten? Dann ist ein Ingenieurstudium vielleicht das Richtige für dich! Ingenieure gestalten die Zukunft: Bei Tesla arbeiten Ingenieure und Ingenieurinnen zum Beispiel gerade an zukunftsfähigen Lösungen für Elektromobilität und bei der NASA tüfteln Luft- und Raumfahrtingenieure am ersten bemannten Flug zum Mars. Die Tätigkeitsfelder sind fast unerschöpflich: Du kannst dich beispielsweise als Bauingenieur beim Bau eines Wolkenkratzers, als Umweltingenieur bei der Inbetriebnahme eines Wasserkraftwerks, als Automatisierungsingenieur beim Test von Robotern oder als Produktionsingenieur bei der Herstellung von lebensrettenden Medikamenten verwirklichen. Trotz der vielversprechenden Perspektiven in diesem Bereich, sollte man sich vor der Aufnahme eines Ingenieurstudiums fragen, ob das Fach wirklich zu einem passt. Daher wollen wir heute der Frage auf den Grund gehen, was man als angehender Ingenieurstudent mitbringen sollte.

Mathe-Kenntnisse sind Pflicht

Ohne Mathe geht in den Ingenieursfächern wenig: fast jede Hochschule prüft in Mathe und Statistik und deren Anwendung in Fächern wie Physik und Elektrotechnik. Die Anwendung geht häufig mit logischem Denken einher – macht mein Ergebnis Sinn? Muss das Vorzeichen vielleicht anders sein? Auch die Prüfungen laufen häufig ohne Taschenrechner ab. Die einzelnen Rechnungen an sich mögen simpel und im Kopf zu lösen sein, der Lösungsweg aber kompliziert. Wer die Materie nicht wirklich verstanden hat, bekommt hier Probleme.
Fakt ist: Fast keine Vorlesung kommt ohne Mathematik aus. Wer sich im Abitur mit Mathe nicht ganz sicher gefühlt hat, kann sich aber mit Mathematik Nachhilfe auf das Studium vorbreiten oder auch parallel zum Studium private Nachhilfe nehmen. Viele Universitäten bieten zusätzlich jedes Jahr Mathematik-Vorkurse an, in denen alle, die Bedarf haben oder ihr Wissen auffrischen wollen, sich die benötigten Vorkenntnisse aneignen können.

Software-Affinität

Im modernen Ingenieurswesen funktioniert nichts mehr ohne Simulation. Sei es die Berechnung der zukünftigen Füllstandshöhe eines Stausees, die Programmierung eines Tools oder die Konstruktion von einer Schraube am PC mithilfe von CAD Programmen: Junge Ingenieure und Ingenieurinnen arbeiten am PC und das nicht nur zur Textverarbeitung. Sie schöpfen die Möglichkeiten der Rechenleistung der PCs vollständig aus und lassen Berechnungen auch mal tagelang vom Computer durchführen. Wer schon mal in der Schule mit Java oder C gearbeitet hat, hat hier klare Vorteile.

Ingenieurstudenten müssen ausdauern sein

Studenten müssen schon im Studium viel leisten. Noch 2016 schmiss jeder dritte Ingenieurstudent das Handtuch und brach das Studium ab. Je nach Fach müssen regelmäßige Laborversuche während des Semesters vorbereitet und durchgeführt werden und in den Semesterferien müssen gegebenenfalls Praktika absolviert werden – von den zusätzlich zu schreibenden Klausuren ganz zu schweigen. Das Wichtigste für angehende Ingenieurinnen und Ingenieure ist die Fähigkeit, sich selbst motivieren zu können und auch hohen Belastungen standzuhalten. Das hohe Arbeitspensum zahlt sich aber aus – Ingenieure gehören zu den Top 3 unter den bestverdienenden Studienabgängern und wer schon im Studium gelernt hat sich zu organisieren, hat auch im späteren Berufsalltag mehr vom Tag.

Englisch-Kenntnisse sind hilfreich

Das Berufsfeld wird immer internationaler. Das erkennen auch die Hochschulen und in vielen Studiengängen sind heute schon Englisch-Kurse in den Modulplänen enthalten. Die Kurse sollen normalerweise technisches und wirtschaftliches Englisch vermitteln, damit man die Kollegen in späteren Konferenzen auch versteht. Wer in Englisch in der Schule schon gut war, wird in den Kursen dann auch keine Probleme haben und die ein oder andere gute Note seinem Zeugnis hinzufügen können.