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Privathaftpflichtversicherung für junge Ingenieure: wann die Versicherung benötigt wird

Das Gesetz gibt sich unmissverständlich: wer einen Schaden verursacht, muss ihn ersetzen – in unbegrenzter Höhe. Um möglicherweise daraus resultierende, schwerwiegende finanzielle Folgen abzuwenden, wird eine private Haftpflichtversicherung benötigt. Während Studenten häufig noch über die Eltern versichert sind, benötigen Berufseinsteiger eine eigene Police. Junge Ingenieure, die in das Berufsleben starten, sollten auf die Versicherung keinesfalls verzichten und beim Vertragsabschluss auf wichtige Details achten.

Welche Schäden eine Privathaftpflicht übernimmt

Fragezeichen auf TafelDie Altersvorsorge und Berufsunfähigkeitsversicherung stehen bei den meisten Berufseinsteigern ganz oben auf der Agenda, wenn es um Versicherung geht. Mindestens genauso wichtig ist aber eine private Haftpflichtversicherung. Studenten sind, sofern sie vor dem Studium noch nicht voll berufstätig waren, in der Regel noch über die Eltern versichert. Mit dem Eintritt in das Berufsleben ändert sich dies allerdings, eine eigene Police wird in jedem Fall benötigt. Die Privathaftpflichtversicherung kommt für jeden Schaden auf, den der Versicherte Dritten gegenüber zufügt. Im Falle eines Berufseinsteigers könnte dies beispielsweise der Schlüsselverlust beim neuen Arbeitgeber sein. Müssen danach sämtliche Schließzylinder und Schlüssel ausgetauscht werden, können sich schnell Kosten im fünfstelligen Bereich ergeben. Auch Verkehrsunfälle die als Fußgänger verursacht werden, fallen in das Leistungsspektrum einer Privathaftpflichtversicherung. Ohne eine solche Police sind die wirtschaftlichen Schäden kaum abzusehen: der Gesetzgeber schreibt vor, dass die entstehenden Kosten durch den Verursacher in unbegrenzter Höhe zu übernehmen sind. Insbesondere bei Personenschäden sind die Risiken dadurch unkalkulierbar, weshalb auf diesen Versicherungsschutz keinesfalls verzichtet werden kann.

Was eine Privathaftpflichtversicherung kostet

Dabei ist eine Privathaftpflichtversicherung nicht mit hohen Kosten verbunden, wie die Tarife der AXA zeigen: bereits für weniger als zwei Euro monatlich kann sich ein Single versichern. Sinnvoll ist es bei der Tarifwahl allerdings, dass der bereits genannte Schlüsselverlust mitversichert ist, auch sogenannte Gefälligkeitsschäden oder Forderungsausfälle sollten von der Police abgedeckt sein. Gefälligkeitsschäden entstehen, wenn beispielsweise beim Umzug eines Freundes oder Bekannten geholfen wird und hier das Umzugsgut Schaden nimmt. Maßgeblich bei Gefälligkeitsdiensten ist, dass hierfür keine Vergütung erfolgt. Forderungsausfälle entstehen, wenn der Versicherte einen Schaden nicht ersetzt bekommt, der durch einen Dritten verursacht wird. Dies ist meistens dann der Fall, wenn hier keine Privathaftpflichtversicherung vorliegt.

Tarifvergleich im Internet durchführen

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Deckungssumme, die bei mindestens 5 Millionen Euro liegen sollte. Aber handelt es sich bereits um hohe Beträge; bei Personenschäden kann es aber sinnvoll sein, wenn 20 oder gar 50 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Vor dem Vertragsabschluss sollten die Tarife umfangreich miteinander verglichen werden, was vor allem online möglich ist. Viele Versicherer bieten hier ohnehin günstigere Konditionen, weil keine Provision an den Versicherungsmakler gezahlt werden muss. Eines sollte aber verstehen: insbesondere Berufseinsteiger können auf eine solche Privathaftpflichtversicherung nicht verzichten.