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Mathe im Studium schaffen – Tipps & Tricks

Kein Ingenieurs-Studiengang kommt ohne Mathematik aus. Gerade in den ersten Semestern müssen Vorlesungen zur „Höheren Mathematik“ besucht und die entsprechenden Klausuren gemeistert werden. Dieses Wissen ist die Basis für spätere Aufgaben und daher unverzichtbar. Dennoch stellt die Mathematik für viele Studenten eine gewaltige Hürde dar, an der nicht wenige sogar scheitern. Dieser Artikel gibt praktische Tipps, um die Klausuren zu meistern.

Verstehen, nicht auswendig Lernen

Tafel mit Mathematik-FormelnWährend es in einigen Prüfungen ausreichen kann, den Stoff auswendig zu lernen, ist dies in der Mathematik keineswegs der Fall. Hier werden keine reinen Wissensfragen gestellt; vielmehr muss das Wissen auf neue Aufgaben angewandt werden. Die Chance, dass eine Aufgabe gestellt wird, die vorher in gleicher Form auswendig gelernt wurde, ist verschwindend gering. Daher muss Mathe tatsächlich verstanden werden.

Damit dies der Fall ist, empfiehlt es sich, die Vorlesungen zu besuchen und aufmerksam anzuhören. Nicht immer bieten Vorlesungen einen Mehrwert, im Fall Mathe jedoch kann es sehr hilfreich sein, wenn der Professor seine Gedankengänge erläutert und Informationen liefert, die nicht in dieser Form im Skript oder in Büchern stehen. Des Weiteren sollten verschiedene Quellen zum Lernen herangezogen werden. Zu jedem Thema existieren mittlerweile unzählige Materialien: Bücher, Skripte (auch anderer Universitäten) oder Webseiten befassen sich mit den einzelnen Mathe-Themen. Jeder Autor hat hierbei einen anderen Stil und erklärt die Zusammenhänge auf seine eigene Art und Weise. Wer einen Sachverhalt nicht versteht, kann sie womöglich durch eine Erklärung in einem anderen Buch besser nachvollziehen.

Übung macht den Meister

Die Mathematik-Klausuren sind in aller Regel praktische Klausuren: Es müssen Übungsaufgaben gelöst werden, wobei immer Basis-Aufgaben sowie Herausforderungen enthalten sind. Für gewöhnlich genügen die Basis-Aufgaben für das Bestehen. Wer also eine Routine entwickelt und zumindest die Basis-Aufgaben lösen kann, sollte sich um das reine Bestehen keine Sorgen machen müssen. Doch dies ist leichter gesagt als getan und erfordert vorab jede Menge Arbeit. Denn die Routine entwickelt sich nur durch viele Übungsaufgaben.

Glücklicherweise lassen sich sehr viele Aufgaben mit Musterlösungen finden. Die Universitäten bieten Musterklausuren sowie Tutorien an, online existieren Foren für diese Zwecke und ein Großteil der Fachbücher verfügt über einen Übungsteil. Wer gezieltere Hilfe sucht oder auch Probleme beim Nachvollziehen der Lösungswege hat, kann zudem auf eine professionelle Nachhilfe zurückgreifen. Das Mathe-Problem ist nichts Ungewöhnliches und so gibt es Einrichtungen, in denen Mathematik-Nachhilfe auf Studien-Niveau angeboten wird. Hier erhält man eine individuelle Betreuung und wird an genau den Stellen unterstützt, an denen es bei der Lösung der Aufgaben hakt.

In jedem Fall sollten vor der gefürchteten Klausur unzählige Aufgaben gelöst werden. Im Idealfall entwickelt man ein Schema, dass man nach Lesen der Aufgabenstellung sofort abarbeitet. Auf diese Weise wird auch ein Gefühl für das Anwenden der Lösungsmethoden erlangt und dem Bestehen der Klausur steht nichts mehr im Weg.