Ingenieur360

Der Weg zum eigenen Ingenieurbüro

Existenzgruendung ingenieurViele junge Ingenieure entwickeln während des Studiums nicht nur ihr Fachwissen, sondern auch Ideen für die Gründung einer eigenen, selbstständigen Existenz. Denn bei allen Vorteilen einer Festanstellung – die vermeintliche Sicherheit eines großen Arbeitgebers überzeugt nicht jeden. Bietet das eigene Ingenieurbüro doch erheblich größere Möglichkeiten zur persönlichen Entfaltung und zur Bestimmung des Arbeitsablaufs. Ganz einfach ist die Gründung eines eigenen Ingenieurbüros jedoch nicht, zahlreiche Details wollen bereits im Vorhinein beachtet werden.

Reif für die Selbstständigkeit

Vor allen technischen und organisatorischen Details sollte sich jeder zukünftige Unternehmer fragen, ob er selbst das Zeug mitbringt, um den Schritt ins vollständig eigenverantwortliche Berufsleben zu gehen. Denn die eigene Persönlichkeit entscheidet vor allen anderen Punkten darüber, ob das eigene Ingenieurbüro auf Dauer bestehen kann. Auf den Selbstständigen kommen zahlreiche Aufgaben zu, die mit der eigentlichen fachlichen Ausbildung nur wenig oder gar nichts zu tun haben. Denn neben der eigentlichen Tätigkeit wollen auch diverse verwaltungs- und steuerrechtliche Tätigkeiten erledigt werden, Kunden müssen akquiriert werden und mittelfristig gilt es, auch über eigenes angestelltes Personal nachzudenken. Also gehören ein hoher Organisationsgrad, eigenverantwortliches Arbeiten und ein guter Umgang mit anderen Menschen zur Grundausstattung.

Die ersten Schritte

Vor der eigentlichen Gründung sind zahlreiche organisatorische Fragen zu klären:

  • Soll alleine gegründet werden oder mit Partnern?
  • Wie soll das Geschäftsfeld genau definiert werden?
  • Wie viele Mitbewerber gibt es im Umfeld?
  • Welche Alleinstellungsmerkmale kann das eigene Ingenieurbüro bieten?
  • Wie wird die Gründungsfinanzierung abgedeckt?
  • Welche Rechtsform soll das Unternehmen bekommen?
  • Welche Geschäftsräume und welche Ausstattung werden benötigt?
  • Wer eignet sich als potenzieller Erstkunde?

All diese Fragen erfordern eine eingehende Beschäftigung. Deswegen sollte vor der Gründung ein entsprechender Zeitraum zur Verfügung stehen, in denen diese Fragen nicht nur selbst durchdacht, sondern auch mit Kollegen, Beratern oder im Familien- und Freundeskreis diskutiert werden können.

Professionelle Beratung als wichtige Hilfestellung

Gerade bei Fragen, die über das eigene Tätigkeitsfeld hinausgehen, sollte unbedingt eine professionelle externe Beratung in Betracht gezogen werden. Diese ist zwar nicht immer für wenig Geld zu haben, erspart aber im Nachhinein viele Fallstricke und böse Überraschungen.

Ein weiterer Nutzen externer Unterstützung liegt auf der Hand: Neben dem eigenen Fachwissen verfügt ein Ingenieur wie jeder Selbstständige vor allem über ein sehr kostbares Gut nur in begrenztem Umfang – Arbeitszeit. Diese sollte vor allem für die Akquise neuer Aufträge und die Erledigung eben dieser genutzt werden. Langwieriges Einarbeiten in steuerliche Feinheiten oder die Untiefen der Beantragung von Fördergeldern rauben Kapazität. Besonders hier können externe Fachleute nicht nur kompetent, sondern vor allem enorm zeitsparend unterstützen.

Betriebswirtschaftliche Grundsteine

Besonders bei der Erstellung des Geschäftsmodells für das erste eigene Unternehmen bietet sich die Unterstützung von außen an. Denn wer mit einem Businessplan zu Kreditgebern oder den Verwaltern von Fördermitteln geht, hat ohne eine wasserdichte betriebswirtschaftliche Argumentation nur wenige Chancen, an Gründungskapital zu gelangen. Auch hier gilt: Eine externe, objektive und kritische Prüfung kann die Qualität der eigenen Geschäftsidee nur verbessern.

Zwei weitere Möglichkeiten, die betriebswirtschaftliche Basis zu verbessern, stehen dem angehenden Unternehmer noch zur Verfügung. Zum einen muss eine Selbständigkeit kein Einzelkampf sein. Die Wahl eines geeigneten Partners ist zwar nicht ganz einfach, aber durch eine geschickte Kombination unterschiedlicher Gewerke kann schnell ein kleines Team von Experten entstehen, das Dienstleistungen anbietet, die keine Konkurrenz im Portfolio hat. Zum anderen bieten zahlreiche Förderprogramme und Gründerprogramme von Kommunen, Bund und der Europäischen Union die Möglichkeit, neben einem soliden Businessplan auch mit verhältnismäßig wenig Aufwand an günstige Gründungskredite zu gelangen.

Die Ausstattung des ersten eigenen Büros

Gerade in der Startphase stellt eine umfangreiche Büroausstattung junge Gründer oft vor ein vermeintlich unüberwindbares Hindernis. Allerdings muss nicht die gesamte Ausstattung neu gekauft werden. Sicher, die Anschaffung älterer Computer ist aufgrund der geringen Leistungsfähigkeit oftmals keine Option. Allerdings gibt es für Büromöbel durchaus vernünftige gebrauchte Alternativen aus Geschäftsauflösungen oder Insolvenzen. Mit etwas Suche lässt sich der für die Erstausstattung notwendige Kapitalbetrag also durchaus auf ein überschaubares Niveau eingrenzen. Jedoch ist das Leistungsspektrum von speziellen Geschäftsausstattern nicht zu unterschätzen. B2B-Versandhändler wie gaerner stehen Gründern als kompetente Partner zur Seite und können vor allem durch ihr umfangreiches Sortiment punkten. Mindestgarantien relativieren hierbei stets den Anschaffungspreis, da ein Neukauf bereits vorab für einen bestimmten Zeitraum ausgeschlossen werden kann.

Um nicht von Anfang an mit hohen laufenden Kosten belastet zu sein, muss es sicherlich auch nicht die beste Adresse für die Neugründung sein. Besonders günstig ist auch die Teilhaberschaft an einer Bürogemeinschaft.