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Baugewerbe vergibt mehr Ausbildungsplätze als im Vorjahr

BaugewerbeDer Fachkräftemangel ist noch immer ein Dauerthema und einige Branchen verzeichnen bereits Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Auszubildenden.

Einen ganz anderen Weg geht hingegen das Baugewerbe, das mit über 750.000 Beschäftigten zu den größten Jobmotoren Deutschlands gehört. Zum Herbst des laufenden Jahres wurden in gewerblich-technischen Ausbildungsberufen ganze 10,8 % neue Ausbildungsplätze mehr besetzt als im Vorjahreszeitraum.

In den östlichen Bundesländern beträgt der Anstieg an begonnenen Ausbildungsverhältnissen 9,6 %, in den westlichen Bundesländern sind es sogar 18,8 % zusätzliche Lehrstellen. Damit befinden sich in allen drei Lehrjahren zusammengenommen gegenüber dem Vorjahr 2,4 % mehr Auszubildende im Baugewerbe. Stolze 33.243 Azubis werden gegenwärtig in einem der 18 gewerblich-technischen Ausbildungsberufe der Branche an das Berufsleben herangeführt.

Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes sieht damit den drohenden Fachkräftemangel vorerst abgewendet und interpretiert die positive Bilanz als Bestätigung der Anstrengungen der Branche in den vergangenen Jahren. So wurden zudem im Bereich Aus- und Weiterbildung von vielen Anbietern, wie beispielsweise christiani.de oder die Bildungszentren im Baugewerbe e.V. (BZB), weitere Angebote geschaffen um die Arbeitnehmer fachlich weiter zu fördern.

Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen der Branche hätten spürbar in die Ausbildung junger Fachkräfte investiert. Insgesamt wird das Baugewerbe nach Ansicht des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB) von jungen Menschen zunehmend wieder als attraktives Arbeitsumfeld wahrgenommen.