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Maschinenbau im Aufschwung

Maschinenbau in DeutschlandDie Stagnation der Branchenentwicklung scheint überwunden, dies zumindest ist die Einschätzung des Branchenverbandes VDMA zur Prognose der Maschinenbauentwicklung für 2014. Der Verband erwarte für das kommende Jahr ein Produktionsplus von drei Prozent sowie einen Produktionswert von 203 Milliarden Euro, teilte Verbandspräsident Reinhold Festge jüngst auf einer Pressekonferenz mit.

Das wäre der höchste Produktionswert in der Verbandsgeschichte und ein starkes positives Signal für die deutsche Wirtschaft insgesamt. Denn der Maschinen- und Anlagenbau gilt als Indikator der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Die vor allem mittelständisch geprägte Branche profitiere nach Angaben des VDMA von der Überwindung der Rezession im europäischen Wirtschaftsraum einerseits, doch auch das stagnierende Wachstum konkurrierender aufstrebender Märkte wie insbesondere China verhelfe der deutschen Maschinenbaubranche zum Erfolg.

Nachfrage nach deutscher Technik hält an

So sind es vor allem die traditionellen Industrieländer, die für ausreichend Aufträge sorgen. Den europäischen Märkten werde voraussichtlich im kommenden Jahr wieder eine stärkere Rolle zukommen, da die Investitionsbeschränkungen der letzten Jahre allmählich wieder gelockert würden.

Ein weiterer Meilenstein könnte die Beschäftigtenzahl im deutschen Maschinen- und Anlagenbau werden. Der VDMA sieht diese im Dezember 2014 bei rund 990.000 Arbeitsplätzen. Es könne möglicherweise in 2014 sogar die Marke von 1 Million Beschäftigten erreicht werden. Auch dies wäre ein Rekord.

Als Voraussetzung für den Aufschwung der Branche im kommenden Jahr geht der VDMA allerdings von der politischen Anreizschaffung für stabile Wachstums- und Investitionsbedingungen aus.
Hier bestehe laut Festge noch erheblicher Verbesserungsbedarf im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung. Nur mit massiven Investitionen seien Wirtschaftswachstum und die Steigerung der Arbeitsplätze realisierbar.

Foto: M. Grossmann / pixelio.de