Ingenieur360

Auszeichnung innovativer Ideen

Invention - Gründerpreis
Innovation und unternehmerischen Mut zeichnet der Jungunternehmerverband BJU in Zusammenarbeit mit der „Welt“-Unternehmensgruppe jährlich mit dem Preiswettbewerb „Invention“ aus.

Den Gewinnern winken dabei ein Preisgeld von 20.000 Euro sowie ein Mentoring erfahrener Unternehmer. Der Wettbewerb richtet sich an junge Start-Up-Unternehmer und findet zunächst auf regionaler Ebene in Vorentscheiden statt, bis am Ende bundesweit die beste Idee ausgezeichnet wird. Die Art der Erfindung ist dabei weniger bedeutsam, vor allem soll sie von allgemeinem Nutzen und eben kreativ sein.

Unter den in diesem Jahr eingereichten Ideen finden sich nach einem Bericht der „Welt“ so unterschiedliche Erfindungen wie Strominduktionsschleifen in Konferenztischen, die einen kabellosen Betrieb von Laptop und Tablet ermöglichen über Kaffeemaschinen, die Bohnen nicht nur mahlen und aufbrühen, sondern auch gleich rösten, bis hin zu Softwareentwicklungen wie einer App zur Planung des Kinderwunsches oder eben auch der Verhütung oder einer Online-Plattform, über die Händler ihre Waren in allen namhaften Onlineshops anbieten und verwalten können.

Eine der bisher herausragendsten und auch wissenschaftlich besonders anspruchsvollen Erfindungen stellt jedoch das sogenannte kalte Plasma dar. Ein Greifswalder Forscherteam hat dafür das Unternehmen Coldplasmatech gegründet, das Anfang kommenden Jahres den PlasmaCube auf den Markt bringen will. Bei dem kalten Plasma handelt es sich um eine medizin-technische Entwicklung, die zur besseren Versorgung offener Wunden eingesetzt wird. Der spezielle Plasma-Cocktail desinfiziert die Wunde und regt sowohl die Wundheilung als auch das Zellwachstum an.

Die medizinische Versorgung chronischer Wunden verschlingt bislang rund sechs Milliarden Euro jährlich und könnte mit dem kalten Plasma entscheidend verbessert werden. In Labortests konnten über viele Jahre gewachsene Geschwüre innerhalb weniger Wochen mit dem kalten Plasma geheilt werden. Allein in der Bundesrepublik Deutschland leiden mehr als vier Millionen Menschen unter chronischen offenen Wunden.